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Feinregulierung

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Feinregulierung
  • Die Feinregulierung, auch Reglage genannt, bezeichnet in der Uhrmacherei die Regulierung einer Uhr zur Verringerung des Gangfehlers. Die Feinregulierung von Chronometern wird meistens von Régleuren durchgeführt. Neben einer manuellen Reglage werden zur selbsttätigen Regulierung oftmals Mechanismen zur Kompensation verwendet. Die Feinregulierung bezeichnet einen Mechanismus zur fein dosierten Betätigung des Rückers.

    Was ist der Rücker?



    Die Frequenz der Unruh lässt sich durch Änderung der wirksamen Federlänge einstellen. Dabei wird die Unruhfeder mit ihrer letzten Windung zwischen zwei Stiften geführt, die auf einem verstellbaren Hebel angebracht sind. Durch Drehen des Hebels wird die wirksame Länge der Feder verändert. Dieser Mechanismus wird Rücker genannt. Der Rücker kann bei tragbaren Uhren zur erhöhten Sicherung und Feineinstellung mit einem Schwanenhals oder einer Mikrometerstellschraube versehen werden.

    Wie wird der Gang der Uhr reguliert?


    Unterhalb der Rückernadel befindet sich eine Skalierung von A (franz. avance für ‚Vorgehen‘) bis R (franz. retard für ‚Nachgehen‘). Durch Verstellung der Nadel in die jeweilige Richtung kann so der Gang der Uhr beschleunigt oder verlangsamt werden. Auf Uhrwerken für den englischsprachigen Markt findet man vereinzelt stattdessen auch F (engl. fast) und S (engl. slow).

  • Welche Regulierungen unterscheidet man?


    Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Lagen-, Temperatur- und Isochronismusregulierung. Die Lage oder Stellung einer tragbaren Uhr kann einen Einfluss auf die Ganggenauigkeit haben. Um solche Lagefehler auszugleichen, kann eine Armbanduhr bei bis zu sechs Lagen (Krone links, Krone rechts, Krone oben, Krone unten, Zifferblatt unten, Zifferblatt oben) reguliert werden. Neben der Temperaturkompensation ist eine Reglage bei verschiedenen Temperaturen eine weitere Methode zur Minderung des Einflusses wechselnder Temperaturen. Die Feder der Unruh besitzt eine isochrone Länge, die ebenfalls eingestellt werden kann.

    Wie werden Pendeluhren reguliert?


    Die Schwingungsdauer eines Pendels hängt bei Pendeluhren unter anderem von der als Rückstellkraft wirkenden Gravitation ab. Da die Gravitation eine lokal veränderliche Größe ist, bedingt jeder Ortswechsel eine systematische Gangabweichung. Die Länge eines Uhrpendels muss also passend zum Aufstellungsort justiert werden. Mit Hilfe der gerändelten Reguliermutter am unteren Pendelstabende lässt sich der Pendelkörper längs der Pendelstange verschieben. Dreht man die Reguliermutter nach links in Richtung R, wird das Pendel etwas länger, wodurch es etwas langsamer schwingt. Bei der Drehung nach rechts in Richtung A wird das Pendel hingegen etwas kürzer und die Pendelschwingungen schneller, wodurch die Uhr ein wenig schneller geht.