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    Die Universitätsstadt Göttingen liegt im Süden des Landes Niedersachsen und ist vor allem durch ihre Bildungs- und Forschungseinrichtungen sehr geprägt. Göttingen ist nach Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Oldenburg die fünft größte Stadt und eines der Oberzentren Niedersachsens. Mit insgesamt 121.000 Einwohnern ist Göttingen eine Großstadt.

    Das Gebiet Göttingen beherbergt zwei Naturschutzgebiete zur Erhaltung gefährdeter Lebensräume.

    Das Erste der beiden wurde im Mai 2007 angewiesen und umfasst ein Gebiet von gut 1193 Hektar.

    Göttingen ist in 18 Stadtbezirke und Stadtteile gegliedert und geht auf ein altes Dorf zurück. Erstmals wurde dieses Dorf 953 unter dem Namen Gutingi in einer Urkunde Kaiser Ottos I. erwähnt.

    Er schenkte dem Kloster St. Moritz in Magdeburg etwas Besitz des damaligen „Gutingi“. Die damalige Stadt lag am Ortsrand des Leinentalgrabens. In ihrer Nähe stand und steht auch heute noch die St. Albanikirche auf einem Hügel. Diese Kirche wurde etwa um 1100 vom Heiligen Albanus geweiht und ist heutzutage die älteste Kirche der Stadt.

    Wie die Stadt wirklich entstand, lässt sich heute leider nicht mehr so genau nachprüfen. Man kann nur davon ausgehen, das Heinrich der Löwe den Anstoß zur Stadtgründung gab, welche in den Jahren zwischen 1150 und 1180/1200 erfolgte.

    Allerdings war Göttingen keine Reichsstadt, sondern den Herzögen Braunschweig-Lüneburg untertänig.

    Nach dem Tod von Albrecht des Feisten im Jahr 1318 kam Göttingen an den Herzog Ernst I. und dessen Herrschaft das von ihm regierte Fürstentum Göttingen ein Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg wurde.

    Grundlage für einen politischen und kulturellen Aufschwung der Stadt war die wachsende Bedeutung der Stadt in wirtschaftlichen Aspekten. Die Verbesserung erfolgte vor allem durch die verkehrsgünstige Lage an einem alten wichtigen Nord-Süd-Handelsweg.

    In dieser Zeit entwickelten sich zahlreiche Industriezweige und die Stadt selbst entwickelte eine überregionale Bedeutung. Nach dem dreißigjährigen Krieg ging der wirtschaftliche Niedergang immer weiter und die Tuch- und Leinwandindustrie waren fast vollkommen zerstört. Nach dem Untergang der Politik konnte Ernst August 1690 den Rat der Stadt in ein fürstliches Verwaltungsorgan umwandeln.
  • Auch das Fürstentum Braunschweig-Calenburg wurde im Jahr 1692 von Kaiser Leopold I. zum Unterfürstentum erklärt.

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    Das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg entwickelte sich allmählich zu einer territorialen Macht in Mitteldeutschland und verfügte bislang über keine eigene Universität, worauf hin man beschloss eine zu bauen. Sie sollte den im Land dringend benötigten Theologen, Juristen und Ärzten dienen. Die damalige kurhannoversche Landesregierung beschloss eben diese Universität in Göttingen zu bauen und unter Georg II., der der Universität ihren Namen gab, konnte 1734 der Lehrbetrieb aufgenommen werden. Durch die Universität erfuhr Göttingen einen neuen Aufschwung und es war ein rasches Bevölkerungswachstum zu vermerken. Die Universität erlangte auch schnell an hohem Ansehen, was unter anderem auch durch die Gründung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen kam.

    Durch den Siebenjährigen Krieg besetzte die französische Armee Göttingen, jedoch stellte die Universität den Lehrbetrieb nicht ein. Nach dem Krieg könnte sich die Stadt wieder gänzlich ihrem Lehrbetrieb widmen und erfuhr eine neue Blütezeit.

    Durch den Frieden von Tilsit verschwand im Jahr 1807das Kurfürstentum Hannover für eine Zeit und Göttingen wurde ein Teil des Königreiches Westphalen. Nach dem die französische Herrschaft ihre Macht verloren hatte, wollte man das Kurfürstentum Hannover zu einem Königreich erheben. Zu dieser Zeit gehörte Göttingen zu der zwischenzeitlich neu gegründeten Landdrostei Hildesheim.

    Einer der weltweit angesehensten Mathematiker, Carl Friedrich Gauß, wurde 1807 Leiter der Sternwarte der Universität.

    1837 feierte man das 100-jährige Jubiläum der Universität seit ihrer Gründung und weihte vor der Universität, zu Ehren des damaligen Landesherrn und Stifter, Wilhelm IV., ein Denkmal ein. Dessen Nachfolger, König Ernst August I., hob die damalige Verfassung von 1833 auf und machte sich damit einige Feinde. Einige Professoren veranstalteten einen Protestmarsch, vorauf hin sie am 12. Dezember von Ernst August I. entlassen und drei von ihnen sogar des Landes verwiesen wurden. Am 06. August 1840 erhielt Hannover durch das Landesverfassungsgesetz wieder eine Verfassung. Die Universität, die schon seit den 1820er Jahren an sinkenden Stundentenzahlen litt, verlor mehr und mehr an Ansehen und die drei ausgewiesenen Professoren durften bis ins das Jahr 1848 nicht wieder in das Land zurückkehren.

    Machen wir einen Zeitsprung in das Jahr 1957. Am 12. April dieses Jahres kam es zu einer Göttinger Erklärung, genannt „Göttinger Achtzehn“. 18 deutsche Atom- und Kernphysiker warnten vor der Ausrüstung der Soldaten mit taktischen Atomwaffen, wie Konrad Adenauer diese haben wollte. Die Chancen für eine große Entwicklung der Stadt wurden durch Industrialisierung und Eingemeindung gesteigert und Göttingen sollte als Oberzentrum für den gesamten Niedersächsischen Raum dienen. Dabei sollte allerdings auch die ganze Stadt saniert werden.

    Der wohl schlimmste Schritt dabei war der Abriss des universitären Reitstalls 1968. Auf diesem Gebiet sollte eigentlich das neue Rathaus gebaut werden, doch wurde dies dann an einer ganz anderen Stelle, nämlich südöstlich der Altstadt gebaut.

    Städtepartnerschaften unterhält Göttingen unter anderem mit Cheltenham in England, Thorn in Polen und Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Bekannte Persönlichkeiten der Stadt Göttingen sind beispielsweise der Sänger und Schauspieler Herbert Grönemeyer, die Sängerin Sandra Nasić, Rapper D-Bo und der Fußballspieler Adriano Grimaldi.

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