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  • Von Jehan- Jacques Blancpain wurde im Jahr 1735 in Villeret, einem kleinen Schweizer Dorf, die Firma Blancpain gegründet, er eröffnete unter seinem Namen eine kleine Uhrmacher- Werkstatt, die Firma befand sich bis zum Jahr 1932, als der spätere Firmeninhaber Frederic Emile Blancpain im Alter von 69 Jahren verstorben war, immer im Besitz der Familie.

    Nachdem F. Emile Blancpain verstorben war, existierte nun die Firma Blancpain für ungefähr 40 Jahre als Rayville S.A.. Die hier hergestellten Uhren und Werke wurden aber weiterhin unter dem Namen der Gründerfamilie Blancpain produziert und wurden unter diesem Namen auch auf den Markt gebracht, so erschien im Jahr 1953 die bekannte Taucheruhr „Fifty Fathoms“, welche bis zu einer Tiefe von 200 Metern wasserdicht war, im Jahr 1956 folgte eine Minidamenuhr, welche mit dem schönen Namen „Ladybird“ den Markt eroberte.

    Im Jahr 1970 übernahm der SSIH- Konzern nun die Marke Blancpain und legte sie aber vorübergehend still, bis im Jahr 1981 Jean-Claude Biver und Jacques Piguet zusammen den Markennamen Blancpain von der SSIH erwarben. Nach der Übernahme der Firma produzierten sie gemeinsam ab 1983 unter dem Namen Blancpain selber entwickelte Luxus- Armbanduhren mit mechanischen Werken von Frederic Piguet. Diese Uhren wurden mit Goldgehäuse, leuchtend weißen Zifferblättern, Mondphasenanzeigen und von Hand gearbeiteten Straußen- Lederbändern auf den Markt gebracht. Hergestellt wurden die Uhren in einer Werkstatt in einem kleinen Bauernhaus in Le Brassus, aber nach traditioneller und höchster Handwerkskunst des Uhrmacher- Handwerks.

    Mit dieser Entwicklung trug die Firma Blancpain mit ihren außergewöhnlichen Uhren gleichzeitig mit der Firma Chronoswiss an der darauf folgenden Wiedergeburt der mechanischen Armbanduhren maßgeblich bei.

    Der langjährige und selbstbewusste Slogan der Marke Blancpain setzte sich damit weiterhin durch, der da lautet: "Seit dem Jahr 1735 gibt es bei Blancpain keine Quarzuhren, und es wird auch nie welche geben."

    Unter diesem Motto wurden in den folgenden Jahren von Blancpain weiterhin zahlreiche Modelle mit Komplikationen entwickelt, darunter waren Chronographen, sowie Chronographen mit Schleppzeiger.

    Der Höhepunkt der klassischen mechanischen Spezialitäten war die Uhr „1735“, welche am Ende des Jahres 1990 auf mehreren internationalen Pressekonferenzen der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die „1735“, benannt nach dem Gründungsjahr der Manufaktur Blancpain, vereint in sich ein flaches Werk, einen ewigen Kalender mit Mondphasen-Indikation, einen Chronographen mit Schleppzeiger sowie ein Tourbillon und Minutenrepetition. Sie zählt damit zu den kompliziertesten und mit ihrem Platingehäuse gleichzeitig auch zu den teuersten, exklusivsten und wertvollsten Armbanduhren der Welt.

    Im Jahr 1991 stellte Blancpain auf der Messe in Basel sechs Armbanduhren vor, die dem Uhren- Liebhaber und Sammler von wertvollen Uhren in einer wertvollen Schmuckschatulle präsentiert wurden, wobei alle sechs Meisterstücke das gleiche runde Platingehäuse besitzen.

    Nur ein Jahr später, und zwar im Jahr 1992 feierte in Basel ein neuer Schleppzeiger- Chronograph mit ewigem Kalender, Mondphase und einer Werkhöhe von nur 6,95 Millimeter seine Premiere, dazu stellte Blancpain einen automatischen Chronograph mit
  • ewigem Kalender und Mondphasen vor, außerdem kam zeitgleich eine wundervolle Damenuhren- Kollektion auf den Markt.

    Im Bereich der edlen und erlesenen Sportuhren mit Automatikwerk entwickelte Blancpain im Jahr 1994 die auf moderne Sportlichkeit hin orientierte Linie "2100" mit einem 100- Stunden- Automatikwerk, die Zahl "2000" symbolisiert dabei den Blick in die Zukunft, in das kommende Jahrtausend. Dabei kommt ihr Automatikwerk, welches aus insgesamt 185 Teilen inklusive 29 Steinen besteht, ohne jeglichen Energienachschub bis zu 100 Stunden aus, zudem kann man mit ihr problemlos bis zu 100 Meter in die Tiefen des Meeres hinab tauchen. Die Zahl 100 bürgt außerdem auch noch für die gute Qualität, denn nicht weniger als 100 Tage nehmen die ausgiebigen Tests in Anspruch, denen sich jede "2100" zu unterziehen hat, bevor sie so ausgiebig getestet und geprüft das Werk verlässt.

    Im Jahr 1996 stellt das Unternehmen Blancpain den automatischen Flyback- Chronographen „Leman Flyback 2185“ vor, der durch sein ungewöhnliches Design neue Maßstäbe im Bereich der Uhrmacherkunst setzt und zu einem Klassiker im Bereich der modernen Sport- Chronographen wird, nicht zuletzt aufgrund des exklusiven Manufaktur- Kalibers, welches diese edle Uhr antreibt. 1998 erfolgen die neu konzipierten Wiederauflagen der historischen Modelle aus der Trilogie der Zeit, die "Air Command" als Fliegeruhr, die "Fifty Fathoms" als Taucheruhr sowie die "GMT 24". Diese edlen Uhren fallen bereits von Weitem durch die kraftvolle Erscheinung ihrer Lünetten dem Betrachter ins Auge.

    Schon im Jahr 1992 verkauft Biver die Marke Blancpain wieder an den SMH-Konzern, wobei der Rückkaufpreis etwa um das Tausendfache des Kaufpreises Anfang der 80er betragen haben soll. Biver verbleibt aber noch bis Ende 2003 als leitender Direktor und als Vorstandsmitglied bei der SMH, die inzwischen aber zur Swatch Group geworden ist. Blancpain wird ab diesem Zeitpunkt von Marc A. Hayek, dem Enkel vom Swatch- Gründer, Nicolas G. Hayek, geführt. Biver beginnt von nun an eine neue Erfolgsstory mit seiner Mitwirkung bei Hublot.

    Auch heute noch widmet sich die Firma Blancpain mit ausgeklügelter Technik und Filigran-Arbeit der Tradition hoher Uhrmacher- Kunst und setzt sie in ihren Uhren um, unter diesen Aspekten stellt Blancpain dann im Oktober 2006 nach über vier Jahren Forschung und Entwicklung, das neue Manufaktur- Kaliber 13R0 vor, dieses Hand- Aufzugs- Werk dient vor allem der exklusiven Verwendung in den hauseigenen Uhren- Modellen. Im folgenden Jahr erscheint dann das Automatikkaliber 1315, ebenfalls mit drei Federhäusern und der daraus resultierenden enormen Gangdauer. Nach weiteren Entwicklungen präsentiert die Firma 2008 mit dem Carrousel “Volant Une Minute” im Kaliber Blancpain 225 das erste Karussell überhaupt in der Geschichte in einer Armbanduhr, was zugleich eine spektakuläre Alternative zum Tourbillon darstellt. Um das Engagement der Firma Blancpain im Bereich Uhren- Technik und Komplikationen zu unterstreichen und weiter auszubauen, konnte im Jahr 2008 der bekannte Uhren- Künstler Vincent Calabrese als Mitarbeiter gewonnen und eingestellt werden.

    Bedeutende Werke der Firma Blancpain sind:

    Blancpain 1735
    Blancpain Carrousel Volant Une Minute
    Blancpain Fifty Fathoms Chronographe Flyback
    Blancpain Leman Flyback 2185
    Blancpain Léman Répétition Minutes Aqua Lung


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